Im Fadenkreuz: Das Auge der Meisterin
Sandra Rehschuh über den Kriminalroman
»Das Auge der Meisterin« ist der neueste Streich des Cenarius-Verlages (www.cenarius-verlag.de) und dieses Mal von dem Verleger persönlich! In Zusammenarbeit mit Hannah Herkor wurde ein spannender Kriminalroman geschaffen, wie ich ihn selten lesen durfte.
Den Autoren gelingt es wunderbar, den Figuren Leben einzuhauchen. Jeden Schritt fiebert man mit ihnen mit.
„Die Toten sind glücklicher als wir – sie haben alles hinter sich.“
Solch einen Gedanken trägt die junge Eva Bleck tief in sich, seitdem sie einen schweren Busunfall überlebte, bei dem aber ihr Freund ums Leben kam.
Doch bald soll dieser Spruch eine gänzlich neue Bedeutung erhalten. In dem Moor hinter ihrem Dörfchen Büchsen werden fünf Frauenleichen gefunden. Eine davon wurde vor langer Zeit erstochen. Doch die anderen vier wurden, erst vor einigen Jahren, mit einem Genickschuss hingerichtet. Und noch eine grausame Gemeinsamkeit haben sie inne: Die Augen wurden ihnen entfernt.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen der älteren Leiche und den Neutoten? Und wer hat die sieben Kindergräber auf dem örtlichen Friedhof geschändet?
Bald gerät auch Eva Bleck in das Visier der Ermittler Petersen und Wanders. Schon nach wenigen Ermittlungen müssen sie feststellen, dass in diesem winzigen Ort jeder seine Geheimnisse pflegt und die Familien, arm wie reich, miteinander verwoben sind.
Außerdem gibt es da noch die geheimnisvolle Meisterin; Eine Frau, die ewige Rache geschworen hat.
Ein Spießrutenlauf zwischen Nazi-Vergangenheit, unmenschlichen Gräueltaten und finsteren Intrigen beginnt für Petersen und Wanders.
Werden sie noch rechtzeitig den Täter finden, um weitere Opfer zu vermeiden?
„Das Auge der Meisterin“ ist eine Reise durch die Nazi- und Nachwende-Zeit, Geschichtslehrbuch, Krimi und Liebesgeschichte zugleich. Ein packender Krimi, der auf keinem Nachttisch fehlen sollte.
Das Cover wurde in der, beinahe schon traditionellen, Macharte des Cenarius-Verlages gestaltet – und inmitten des Covers schaut einem ein Auge entgegen, das man meint, es würde einen durchdringen.
Die Gestaltung des Buches ist sehr liebevoll, die Kapitelziffern stehen nicht über den jeweiligen Texten, sondern wurden in diesen „integriert“.
Sehr ansprechend finde ich auch, dass es zum Schluss eine „Aufklärung“ gibt, was aus den im Buch vorkommenden Personen geworden ist.
Ebenso spannend ist die Leseprobe, die es als kleines „Extra“ am Ende des 226 Seiten starken Buches gibt. Diese verspricht dem Leser, dass es bald ein neues Werk von dem Autorenduo geben wird und gewährt ihm einen Einblick in die neue Geschichte „Der September-Mörder“.





