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Autor: Manuel Göpferich
ISBN: 978-3-940680-01-3
106 Seiten, € 9,90
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Anfang Oktober 2007 ist das zweite Buch im cenarius Verlag erschienen:
"Die alltägliche Vernunft"
Ideen zu den Themen Moral, Kunst, Philosophie - zum Wesen Mensch und vieles mehr...
Der Nachwuchsautor Manuel Göpferich, der bereits mit seinen Beiträgen für die Anthologie 'Notwendigkeit' sein Talent unter Beweis stellte, hat es sich zur Aufgabe gemacht, das gründliche Denken und die Kritik als Mittel zu nutzen, um die Widersprüche unserer Zeit besser zu verstehen. Sein rigoroses Eintreten für humanitäre Ziele und seine sprachlichen Fähigkeiten nutzt der Autor, um uns alle der 'alltäglichen Vernunft' ein Stück näher zu kommen.
Leseprobe
Cogito, ergo sum
Die Erkenntnistheorie, diesich auf eine gewissen Sicherheit in Hinsicht auf Existenz, also einem
ureigenen Bewusstsein, bezieht. Dieser allgemeingültige erste Satez der Philosophie wird als
solcher ausgemacht, der als Basis vieler Erkenntniss her hält.
Ich denke, also bin ich.
So simpel diese Aussage wirken mag, sie drückt eine Schlußfolgerung aus, die da lautet:
Selbst wenn man permanent irrt, schließt dies einen böswilligen Vorsatz aus.
Ich denke, also bin ich.
Er ist, wenn er denkt, er ist, wenn er zweifelt.
Wenn diese Grundlage dem Menschen in die Wiege gelegen wurde, dann ist dies die
Selbsterkenntnis, aud der alle weiteren Errungenschaften möglich sind.
Der Mensch denkt in seiner unbestreitbaren Weise über seine Existenz und seine
Ziele nach.
Nun ist auch verständlich, warum jede Diktatur, wann auch immer sie vorherrschte,
das Denken verbieten wollte.
Die verbindliche Kritik
Unsere Autonomie erlaubt es uns, Entscheidungen zu treffen.
Entsprechend verfeinert sich die Betrachtungsweise von Menschen und
Zuständen, die verbindlich oder nicht, dem subjektiven Urteil unterzogen
werden. Kritik zeigt den Unterschied zwischen Schaffen und Sein,
beinhaltet Ablehnung und den erklärten Kampf gegen Missstände. Aus
Gründen der Vernunft formuliert sich der Widerspruch gegen Krieg,
Rassismus und Ausbeutung. In der Literatur lebt sie fort, inmitten des
Umbruchs und fortgeführt in Prosa und Lyrik. Die Reinform wäre die
Revolution, die grundlegende Veränderung, aber hier wird Kritik laut, denn
wie oft hast sie ihre Kinder gerettet und wiederum andere gefressen.
So bleibt nur die Ablehnung von Gewalt, damit wir unser Schicksal ertragen
können und weiterhin Kritik üben mit dem Ziel einer gerechten
Veränderung. Verbindlich.
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